Kolumbien: de la Espriella führt mit 49,7% - Petro bestreitet 33.000 Wahllokale
Vorsprung vor Cepeda etwa 248.000 Stimmen. Trump gratulierte dem Rechtskandidaten. Ergebnis noch nicht offiziell.
Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Kolumbien am 21. Juni führt der rechtskonservative Kandidat Abelardo de la Espriella im vorläufigen Ergebnis den Linken Ivan Cepeda an. Das offizielle Ergebnis steht noch nicht fest - und der Kampf um die Stimmen beginnt gerade erst.
Zahlen am Abend des 21. Juni
Laut Reuters und AP:
- de la Espriella - etwa 49,66%
- Cepeda - etwa 48,70%
- Vorsprung - rund 248.000 Stimmen von 22,5 Millionen Wahlzetteln
Das ist nicht endgültig. Die Registraduría (Wahlbehörde) prüft noch.
Streit um die Auszählung
Präsident Gustavo Petro und das Team von Cepeda bestreiten Ergebnisse in 33.000 von 115.000 Wahllokalen. Das Argument - «Anomalien» und Verzögerungen in abgelegenen Gebieten.
de la Espriella nennt die Einsprüche einen Versuch, «die Wahl zu stehlen». Sein Lager will eine schnelle Siegeserklärung.
Wer ist de la Espriella
59 Jahre alt, Jurist, ehemaliger Abgeordneter der Conservative Party. Wahlkampfthemen:
- harte Linie gegen Drogenkartelle
- Versprechen, die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen (wie Trump)
- Kritik an Petros «linkem Experiment»
Trump gratulierte ihm auf Truth Social, bevor die Auszählung abgeschlossen war. Für Washington würde ein Rechtssieg die Region zu US-Verbündeten verschieben.
Wenn Cepeda aufholt
Ein Vorsprung unter 1% könnte Wochen juristischer Kämpfe bedeuten. Petro verlässt das Amt am 7. August - bis dahin braucht es einen anerkannten Sieger.
Hält de la Espriella die Führung - schwenkt Colombia nach vier Jahren linker Regierung scharf nach rechts. Holt Cepeda auf - bekommt Latin America einen weiteren linken Präsidenten in einer großen Regionalwirtschaft.
Beobachtet die Registraduría: heute Nacht entscheidet sich, ob es ein klarer Sieg oder ein Gerichtsmarathon wird.