Start
← Zurück zur Startseite
Welt

Keir Starmer tritt als Premierminister zurück - siebter PM in einem Jahrzehnt, Burnham wartet

Erklärung vor der Downing Street am 22. Juni. Nach Burnhams Nachwahl-Sieg und Druck aus Labour. Trump reagierte früh.

Von News4You Redaktion 5 Min.
Keir Starmer tritt als Premierminister zurück - siebter PM in einem Jahrzehnt, Burnham wartet

Keir Starmer kündigte am 22. Juni vor der Downing Street an, dass er als britischer Premierminister und Labour-Vorsitzender zurücktritt.

Er war weniger als zwei Jahre an der Macht, nachdem er die Wahl 2024 gewonnen hatte. Großbritannien bereitet sich jetzt auf den siebten Premierminister innerhalb eines Jahrzehnts vor.

Was Starmer sagte

Am Rednerpult vor der 10 Downing Street sagte er, seine Partei habe gefragt, ob er am besten geeignet sei, die Labour in die nächste Wahl zu führen:

Ich habe die Antwort meiner Parlamentsfraktion gehört - und nehme sie mit gutem Anstand an.

Laut ABC und BBC wartete Starmer nicht auf eine formelle Führungsabstimmung - der Druck war zu groß geworden.

Warum er jetzt ging

Der Auslöser war die Nachwahl in Makerfield am 18. Juni. Andy Burnham, ehemaliger Bürgermeister von Greater Manchester, gewann und verdoppelte die Labour-Mehrheit fast. Am selben Tag sollte er als Abgeordneter vereidigt werden.

Davor:

  • Labour verlor bei den Kommunalwahlen im Mai mehr als 1000 Sitze
  • mehr als 100 von 403 Abgeordneten forderten Starmer zum Rücktritt auf
  • Außenministerin Yvette Cooper und andere Kabinettsmitglieder drängten auf einen Führungswechsel
  • Wes Streeting sagte, er würde bei einem Wettbewerb kandidieren

Donald Trump postete auf Truth Social vor der offiziellen Ankündigung: Starmer «wird zurücktreten» - und kritisierte erneut die Migrations- und Energiepolitik der Labour.

Wer als Nächstes kommt

Der Favorit ist Andy Burnham. Die Partei erwartet eine «Krönung» ohne ernsthaften Rivalen: The Guardian schätzt, dass mehr als 200 Abgeordnete bereit sind, ihn zu nominieren.

Die offene Frage ist das Timing:

  • Burnham-Verbündete deuten auf September hin - nach der Sommerpause und der Parteikonferenz
  • einige MPs wollen einen schnelleren Wechsel im Juli, um die Regierung nicht zu lähmen

Starmer könnte bis zum Herbst bleiben, um ausgewählte Gesetze zu verabschieden und sein Erbe zu sichern. Das genaue Austrittsdatum des PM wird separat festgelegt.

Was es bedeutet

Für Großbritannien - mehr Turbulenzen an der Spitze. Für die Opposition - eine Chance, «Labour-Chaos» anzugreifen. Für die Welt - ein neues Gesicht in Gesprächen mit den US, der EU und über die Ukraine.

Aber die Schlagzeile heute: Keir Starmer, der PM ohne Drama, geht nicht nach einer Wahlniederlage, sondern unter Druck seiner eigenen Partei - weniger als zwei Jahre nach einem Erdrutschsieg.

Ähnliche Artikel