Start
← Zurück zur Startseite
Welt

London wachte nach Mitternachtsgewitter unter Wasser auf - 3.000 Blitze nach 34C Hitze

Elizabeth Line überflutet, 400 Feuerwehr-Einsätze, zwei Blitzbrände. Als Nächstes rote Hitzewarnung - bis zu 40C.

Von News4You Redaktion 5 Min.
London wachte nach Mitternachtsgewitter unter Wasser auf - 3.000 Blitze nach 34C Hitze

London hatte tagelang bei 34C gebacken. Dann, kurz nach Mitternacht am 23. Juni, explodierte der Himmel.

Ein heftiges Gewitter fegte von Somerset bis in die Hauptstadt - fast 3.000 Blitze in etwa zwei Stunden, laut online geteilten Tracking-Daten. Videos überfluteten die sozialen Medien: Schlafzimmer hell “wie am Tag”, Bewohner verglichen den Lärm mit einer Alien-Invasion.

Es war der klassische gewitterige Abbruch nach extremer Hitze - und London stand unter Wasser.

Was in der Nacht passierte

Das Met Office hatte gewarnt, dass sich Gewitter entwickeln könnten, wenn die Hitzewelle zusammenbricht. Sie haben nicht gescherzt.

  • ~3.000 Blitze über London in rund 2 Stunden
  • London Fire Brigade: ~400 Einsätze seit Mitternacht
  • Mindestens zwei Hausbrände, vermutlich durch Blitze verursacht
  • Sturzfluten auf Straßen in der ganzen Hauptstadt

Stellvertretender Kommissar Pat Goulbourne sagte, es sei “eine sehr arbeitsreiche Nacht” gewesen. Gegen 04:00 BST waren die Leitstellen mit Hochwassermeldungen überlastet.

Verkehrschaos bei Tagesanbruch

Londoner wachten in einer durchnässten Stadt auf:

ServiceAuswirkung
Elizabeth LineKein Betrieb Heathrow T2/T3 - T4 wegen Überflutung
Heathrow ExpressEingeschränkter Betrieb
District LineAusgesetzt (später teilweise wiederhergestellt)
Circle LineLange Verspätungen
London TramlinkKein Betrieb Sandilands - Elmers End / Beckenham
Bahnhof BalhamFrühmorgens geschlossen, später wieder geöffnet

Great Western Railway bat Fahrgäste, am Mittwoch und Donnerstag nur “aus wichtigen Gründen” zu reisen. South Western Railway gab Hitzewarnungen bis Donnerstag heraus.

Autofahrer wurden gewarnt, nicht durch Hochwasser zu fahren. Einige Hampton-Verbindungen im Südwesten Londons waren von stehendem Wasser betroffen.

Die Hitze vor dem Sturm

Das kam nicht aus dem Nichts. Südengland stand unter amber Hitzewarnungen. Die Temperaturen erreichten 34C in und um London am 22. Juni - feucht, schwül, schwer zu schlafen.

Jetzt gab das Met Office eine seltene rote Extreme-Hitzewarnung von 09:00 Mittwoch bis 21:00 Donnerstag heraus - von London über Swansea, Somerset und Birmingham.

Meteorologen sagen, Junitemperaturen könnten den Rekord von 1976 um mehrere Grad schlagen und sich dem UK-Rekord von 40,3C aus Juli 2022 nähern. Warme Nächte bedeuten wenig Erholung - gefährlich für vulnerable Menschen.

Schulen in einigen Gebieten schlossen. Verkehrsbetreiber warnten vor Geräteausfällen in älteren Zügen bei extremer Hitze.

Warum es sich so wild anfühlte

Meteorologen erklärten das Setup: Tage heißer, feuchter Luft speicherten Energie. Als in der Nacht kühlere Luft hereinkam, entlud sich diese Energie als intensive Blitze, lauter Donner und sintflutartiger Regen. Sturmspitzen sollen 40.000 Fuß überschritten haben.

Keine schweren Verletzungen durch das Nachtgewitter gemeldet - aber der Schaden war real: überflutete Häuser, verbrannte Dächer, gestrandete Pendler.

Was als Nächstes kommt

Der Sturm ist vorbei - aber die Hitze nicht. London steht potenziell rekordverdächtigen Junihöchstwerten gegenüber, während Tube-Tunnel und Straßenbahngleise noch trocknen.

Für Tausende, die nach Tagen bei 34C vom Donnern geweckt wurden, war es eine brutale Erinnerung: Britisches Wetter ist kein höfliches Hintergrundrauschen mehr. Es ist die Hauptgeschichte.

Ähnliche Artikel