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Genf: 20 000 beim Marsch gegen G7, Polizei löste Demonstration am Abend auf

600 Black Bloc, Feministenstreik, Antiglobalisierung. Zerstörte Schaufenster, brennender Tesla bei den UN. Straßenvideo im Artikel.

Von News4You Redaktion 5 Min.
Genf: 20 000 beim Marsch gegen G7, Polizei löste Demonstration am Abend auf

Während sich G7-Führer in Evian trafen, veranstaltete Genf einen Gegen-Gipfel auf den Straßen.

Am 14. Juni zog eine Massendemonstration gegen den Gipfel der “Gruppe der Sieben” durch die Stadt. Laut Genfer Polizei nahmen rund 20 000 Menschen am Marsch teil - Antiglobalisierungsaktivisten, Umweltschützer, Feministinnen (der Marsch fiel mit dem jährlichen Frauenstreik in der Schweiz zusammen). Separat zählte die Polizei etwa 600 Anarchisten aus dem Black Bloc.

Start - 16:00 Uhr am Parc Mon Repos, Marsch über das rechte Ufer zur Place des Nations - dem UN-Viertel. Anfangs blieb alles relativ ruhig. Am Abend beendeten die Behörden die Demonstration und wiesen die Teilnehmer an, sich zu zerstreuen.

Was schiefging:

  • am UN-Gebäude flogen Flaschen, Steine, Böller und Fackeln
  • Schaufenster einer Bank und einer UN-Agentur zerstört
  • Tesla in Brand gesetzt auf einem Parkplatz
  • Polizei antwortete mit Tränengas und Wasserwerfern

Der Protest verlagerte sich nach Genf, weil Frankreich keine Genehmigungen für Kundgebungen nahe dem G7-Ort in Evian erteilte. Die No G7-Koalition warnte vorab: bis zu 50 000 könnten auf die Straße gehen. Geschäfte in der Innenstadt vernagelten Schaufenster mit Sperrholz - zu Recht.

Kontext: Gipfel 16.-17. Juni, Gäste unter anderem Donald Trump, Emmanuel Macron, Gespräche über Iran, Ukraine, Handel. Auf den Straßen - Menschen gegen Kapitalismus, Ungleichheit und “Entscheidungen hinter verschlossenen Türen”.

Zeugen filmten die Zusammenstöße in Echtzeit. Ein Video von den Straßen Genfs:

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Die Behörden erinnern daran: Der Marsch war genehmigt, Gewalt nicht. Aktivisten sagen, das System ignoriere friedlichen Protest, deshalb sei Eskalation unvermeidlich. Die Polizei - Black Bloc habe die Menge als Deckung genutzt.

Genf wachte mit Gasgeruch und verbranntem Metall bei den UN auf. Der G7 hatte gerade begonnen - und die Straßen zeigten schon, dass nicht alle mit der Agenda im Hotel am See einverstanden sind.

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