JD Vance nennt Diddy einen «großen christlichen Theologen» - und rudert zurück
In der Nixon Library machte der Vizepräsident einen Witz über Sean Combs bei der Vorstellung seines Glaubensmemoirs. Er selbst prophezeite den Angriffsspot.
JD Vance war am 25. Juni in der Richard Nixon Presidential Library in Yorba Linda, um über Glauben zu sprechen. Am Ende redete er über P Diddy.
Bei der Vorstellung seines Memoirs Communion: Finding My Way Back to Faith schweifte der Vizepräsident im Kapitel More Money, More Problems ab - und erwähnte Sean Combs.
«Ein großer christlicher Theologe»
Vance scherzte, Diddy sei «ein großer christlicher Theologe - P Diddy».
«Ich bin Millennial», sagte er - daher der Verweis auf More Money, More Problems.
Der Saal lachte. Dann korrigierte er sich:
Er ist ganz und gar kein Christ und kein Theologe.
Und fügte hinzu:
I’m gonna get in trouble for that. That’ll be in an attack ad.
Typisch Vance: ein Augenzwinkern, ein Rückzieher und das Eingeständnis, dass der Clip ewig leben wird.
Warum der Witz unangenehm wirkt
Sean «Diddy» Combs wurde 2025 nach einem hochkarätigen Prozess wegen prostitutionsbezogener Anklagen zu rund 50 Monaten Haft verurteilt. Der Hip-Hop-Mogul ist kaum der Name, den man erwartet, wenn ein Vizepräsident Erlösung und Schrift verkauft.
Vances Buch erzählt von seiner Rückkehr zum Katholizismus nach Jahren fern der Kirche. Die Diddy-Zeile sollte selbstironischer Humor über Reichtum und Versuchung sein - kein theologisches Plädoyer.
Aber in der Politik von 2026 überlebt der Kontext selten einen 15-Sekunden-Schnitt.
Watergate wäre heute ein 12-Stunden-Schlagzeile
Vance meinte auch, Watergate - der Skandal, der Nixon zu Fall brachte - wäre heute «eine 12-Stunden-Schlagzeile» im Medienzyklus.
Er sprach in der Bibliothek des Präsidenten, der 1974 zurücktrat. Die Ironie entging niemandem im Raum.
Fazit
Glaubens-Memoir-Tour. Ein Witz über Diddy. Ein Rückzieher. Eine Prophezeiung über Angriffsspots.
Mit dem letzten Punkt lag er wohl richtig.