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Sport

FIFA will einen Anteil an der WM verkaufen - UEFA sagt absolut nein

Infantinos $20-Mrd.-Plan FIFA Forward Enterprise wurde Minderheitsanteile fur $4,2 Mrd. verkaufen. Joshua Kushners Vehicle soll fuhren. UEFA nennt es eine Grenze, die der Fussball nie uberschreiten darf.

Von News4You Redaktion 6 Min.
FIFA will einen Anteil an der WM verkaufen - UEFA sagt absolut nein

Das Konfetti nach Spaniens WM-Sieg liegt kaum noch auf den MetLife-Sitzen, und Gianni Infantino redet schon von Equity.

Die FIFA bestatigte Plane fur eine kommerzielle Tochter - FIFA Forward Enterprise (FFE) - mit einem Wert von rund 20 Milliarden Dollar. Der Pitch: Minderheitsanteile ohne Kontrolle verkaufen, bis zu 4,2 Milliarden Dollar einsammeln und mehr Entwicklungsgeld an die 211 Mitgliedsverbande schaufeln. JP Morgan sitzt im Raum. Die Investorengruppe soll von Thrive Eternal angefuhrt werden - dem Permanent-Capital-Vehicle von Joshua Kushner, Bruder von Jared, sprich: der Trump-Orbit ist bei Tageslicht auf Fussballs Bilanz gelandet.

UEFA flusterte nicht

Der europaische Fussball-Dachverband antwortete, als hatte jemand versucht, die Champions League an die Nasdaq zu hangen.

“Fussball gehort FIFA nicht zum Verkauf”, sagte die UEFA und nannte die Idee eine Grenze, die Institutionen nie uberschreiten sollten. Null Transparenz, wer was einsteckt. Seelen-des-Spiels-Sprache. Der ubliche diplomatische Nebel - nur dass der Nebel diesmal wutend ist.

Der britische Premierminister Andy Burnham - noch so neu, dass die Tapete in Downing Street frisch riecht - sagte, wenn es durchgeht, habe die FIFA sich “verkauft”. Drei Worte, verpackt als politische Granate.

Was FIFA schwört zu behalten

Auf dem Papier behalt FIFA die Mehrheitskontrolle, Kalender, Governance, sportliche Entscheidungen. Investoren bekommen ein Stuck der Kommerzmaschine hinter WM und Klub-WM. Die FIFA verkauft es als Turbo fur den “Fast-Forward”-Entwicklungsstrom uber 10 Milliarden Dollar.

Skeptiker horen etwas anderes: Druck fur grossere Turniere, mehr Termine, vielleicht den alten Traum alle zwei Jahre - weil Aktionare Wachstumskurven mogen. Die Abstimmung, falls sie kommt, landet vermutlich beim FIFA-Kongress in Marokko im Marz.

Warum diese Woche radioaktiv wirkt

Die WM in den USA klebte Infantino naher an Trump, als europaischen Verbanden je gefiel. Jetzt sitzt ein Kushner-naher Fonds im ersten Entwurf der Investorenliste. Die Optik erledigt den Rest.

Fans haben gerade einen 48-Mannschaften-Zirkus gesehen. Spieler sind durch. Kalender sind schon ein Tatort. Und der Mann, der das Spektakel verkauft hat, will einen Anteil am Spektakel verkaufen.

Fussballgeld war schon immer Politik. Das ist die Version, in der jemand versucht, dem Pokal selbst einen Preisschild anzuheften - und Europa gerade ins Mikro geschrien hat.

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